Karl Klefisch - Ein kleines Portrait

Karl Klefisch wurde 1936 in Düsseldorf geboren und lebt heute mit seiner Frau Sybille in Eller. Nach seinem Schulabschluss begann er 1954 eine Ausbildung als Grafik – Designer. Anschließend besuchte er die Meisterschule für das gestaltende Handwerk in Düsseldorf, bevor er zum Kameramann und Trickfilzeichner ausgebildet wurde. 15 Jahre war er als Trickfilmspezialist bei den Ufa – Filmproduktionen angestellt, zuletzt 6 Jahre in leitender Position. Mehr als 20 Jahre arbeitete er dann von Düsseldorf aus als selbstständiger Filmgrafiker. Viele Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zeigten und zeigen seine Arbeiten. Immer neue kommen auch in seinem „Unruhestand“ dazu.
Karl Klefisch

Karl „Kalli“ Klefisch entwickelte seine eigene Art der Darstellung von Schriften, die „Kalligraphie“. Entwickeln und Zeichnen von Schrift geht einher mit dem Gespür von Sprache und Wortwitz bei der Benennung seiner Skulpturen. So sammelt er, besonders auf seiner Urlaubsinsel Mallorca, geeignete Kieselsteine, alte Werkzeuge aus Schrott und Gerätschaften, die er zu kleinen Kreaturen zusammenfügt und mit allerlei urkomischen Namen versieht. So wird ein länglicher Stein, versehen mit rostigen Zacken und einer alten Fahrradklingel zu einem „Schellfisch“. Kleine, zu einem Zug verbundenen Schnapsflaschen nennt er „Flaschenzug“ oder in einen Rahmen dekorierte Handschellen „Abführmittel“. Wer seine Ausstellung besucht, findet seltene Tiere wie die „Tarnkappenschleiferlibelle“, den „Teesiebschnäpper“, den „Zweitausendfüßler“ oder den „ Jungen Klemmzangenfalter“.

Seine Federzeichnungen, meist eindrucksvolle Bilder von Gebäuden aus der Umgebung seiner Heimat Eller, waren ebenso in Ausstellungen zu bewundern, wie seine Aquarelle vom Unterbacher See oder seine realistischen Obst – Stillleben. Seine Düsseldorf – Collagen haben längst den Weg in einige Volmerswerther Wohnzimmer gefunden.

Die Gruppe „Kraftwerk“ veröffentlichte 1978 das Studioalbum „Die Menschmaschine“. Das graphische Design des Plattencovers stammt von Karl Klefisch.

Sein von den Dimensionen her bisher größtes Projekt ist die „Ackerschiene“ auf der Hellriegelschleife. An der 6m hohen Straßenbahnschiene sind allerlei in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts genutzte landwirtschaftliche Geräte befestigt. Die verklinkerte Umrandung stellt die ehemalige Insel Volmerswerth „Insula Volmari“ dar. Symbolisieren soll diese Skulptur unseren landwirtschaftlich geprägten Stadtteil.
Volmerswerther Ackerschiene
Die Ackerschiene sowie viele andere markante Orte unseres Dorfes finden sich auch auf einer von ihm geschaffenen Collage wieder, die in einer limitierten, nummerierten und handsignierten Auflage käuflich erworben werden kann.
Collage Insula Volmari
Für sein Engagement in unserem Dorf sind wir Karl Klefisch sehr dankbar.


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